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Wozu dient Kommunikationstraining?



„Rede, damit ich dich sehe“
(Sokrates)

Durch ein individuelles Kommunikationstraining im Einzelcoaching lernen Sie Ihre Beziehungs-, Kommunikations- und Handlungsfähigkeiten differenzierter wahrzunehmen und zu erweitern.

Vielfältige praxisbezogene Übungen ermöglichen Ihnen eine klare und situationsgerechte Kommunikation.

Sie können der Komplexität der menschlichen Kommunikation noch mehr auf die Spur kommen und durch Aufarbeiten oder Vorbereitung von herausfordernden Gesprächen einen souveränen Umgang damit erlernen.

Für die konstruktive Auseinandersetzung mit entstandenen Missverständnissen und Konflikten in Zweier-Beziehungen sowie auch in Teams und Gruppen sind folgende Ansätze einer wertschätzenden Kommunikation hilfreich:

- non-direktive Gesprächsführung nach Carl Rogers
- gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

Der amerikanische Psychologe Marshall B. Rosenberg (1934 – 2015) hat als Schüler von Carl Rogers in den 60 – er Jahren des 20. Jahrhunderts die gewaltfreie Kommunikation (GFK) entwickelt und mit dieser Lebenshaltung und dem sich daraus ergebenden wertschätzenden Kommunikationsansatz einen faszinierenden Weg des konstruktiven Umgangs miteinander aufgezeigt.

Die GFK ist mehr als eine erfolgreiche Gesprächsstrategie, denn sie befähigt uns, durch eine einfühlsame Kommunikation wieder in Verbindung mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen und gleichzeitig auch eine empathische Verbindung zum anderen zu (er)leben. Da wir in der GFK die Bedürfnisse aller im Blick behalten und es dem Menschen von seinem innersten Wesen her Freude machen kann, freiwillig zum Wohlergehen anderer beizutragen, ist die GFK eine faszinierende Möglichkeit zur Konfliktklärung und auch zur Versöhnung.


Diese gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation basiert auf vier Schritten, die im Kommunikationstraining auf vielfältige Weise geübt werden:

  1. Schritt: BEOBACHTUNG konkret und wertfrei schildern
    Was haben Sie gesehen oder gehört?

  2. Schritt: GEFÜHLE differenziert benennen und als „Navigationssystem“ erkennen  
    Wie geht es Ihnen wirklich?
  3. Schritt: BEDÜRFNISSE erkennen, benennen und von Strategien unterscheiden
    Was geau ist Ihnen wichtig? Worauf legen Sie Wert?

  4. Schritt: BITTE(N) an sich oder andere formulieren und diese von Forderungen unterscheiden (Verständnisbitten, Kontaktbitten oder Handlungsbitten)
    Wie stellen Sie sich den nächsten Schritt vor? Was könnte Sie der Erfüllung Ihrer Bedürfnisse näher bringen?


Rosenbergs Ziele
können mit Hilfe der GFK erreicht werden:

  • Auflösung alter Muster von Verteidigung, Angriff oder Rückzug
  • Reduktion von Widerstand, Abwehr und Aggression
  • Förderung von Aufmerksamkeit, Einfühlung und Wertschätzung
  • (Wieder)Entdeckung eigener innerer Potenziale zur Empathie durch Beobachtung, Gefühl und Bedürfnis statt durch Diagnose und Verurteilung
  • Lebensfördernde, konstruktive und kooperative Verbindung